Mit dem Wechsel zu einem Ökostromanbieter bringt der Rat der Gemeinde Vechelde deutlich zum Ausdruck, dass wir uns aktiv für die Energiewende einsetzen. Als Stromkunde, der sich gezielt für Ökostrom entscheidet, setzen wir insofern ein Signal an die Bürger der Gemeinde gegen Atom- und Kohlestrom. Durch unsere Entscheidung wird die Nachfrage nach Energie aus fossilen und nuklearen Quellen gleichzeitig deutlich verringert. Die CO2-Emissionen der gemeindeeigenen Liegenschaften werden  für den Bedarf an elektrischer Energie auf Null reduziert. 

Der Bezug der elektrischen Energie von einem Unternehmen, das Atomkraftwerke betreibt und sich aktiv für den Einsatz der Atomkraft einsetzt ist in der post-Fukushima-Ära und angesichts der ungeklärten Endlagerfrage nicht mehr tragbar und insofern auch nicht den Bürgern zu vermitteln. 

Durch die zu beschließende Maßnahme positioniert sich der Rat der Gemeinde Vechelde als Gremium, das die Zeichen der Zeit erkannt hat und mutig den Wandel in eine umweltverträglichere Zukunft einleitet.

Neben dem positiven Effekt für die Umwelt erhoffen wir uns einen vermehrten Rückhalt in der Bevölkerung und eine Signalfunktion für private Stromkunden, es der Gemeinde gleich zu tun.

Die vordergründig möglichen Mehrausgaben können durch Energieeinsparmaßnahmen in den Liegenschaften erwirtschaftet werden. Betrachten wir die Maßnahme aus volkswirtschaftlicher Sicht, so ist festzustellen, dass keine Mehrkosten entstehen. Unter Berücksichtigung der allgemein akzeptierten Folgekosten fossiler und atomarer Energieträger für die Gesellschaft und damit über Steuern und künftige Energiekostensteigerungen für alle Bürgerinnen und Bürger ist davon auszugehen, dass die Maßnahme in der Summe günstiger ausfällt als das Beibehalten der gegenwärtige Versorgung.

Im Januar 2012

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