Pressemitteilung zur Ratssitzung vom 10.06.2014 - Sporthalle Bortfeld

Der nun durch die CDU durchgetragene Antrag eines Neubaus der Halle in Bortfeld beschert den Wendeburger Bürgern eine zusätzliche Ausgabe in Höhe von ca. 2 Millionen Euro! Das sind fast 17% des jährlichen Haushalts bzw. 30% zur Gesamtinvestition der neuen Halle in Höhe von ca. 3,6 Millionen Euro aus den Steuergelder aller Bürger.

Die Entscheidung ist auch völlig übereilt und ohne Finanzierungsplan aufgestellt. Die vom Bürgermeister dargestellten Zahlen aus dem Neubebauungsplan mit denen die Finanzierung nur geringfügig finanzierbar ist, waren noch zu hinterfragen. Die Ausgabenseite wurde darin vernachlässigt. Welcher Bürger würde sein Einfamilienhaus ohne Finanzierungsplan kaufen?

Eine derartige Ausgabe ist trotz niedriger Zinsen eine unverantwortliche Anschaffung und stellt die zukünftigen Haushalte allein durch die Zins- und Tilgungsbelastung vor kaum lösbare Probleme. Und dass in Zeiten, in denen die Einnahmen eine durchaus positive Entwicklung haben. Selbst in diesen guten Zeiten haben wir in den vergangenen Jahren zu Beginn eines jeden Haushalts ein Defizit von gut 1 Million Euro zu verzeichnen. Nur durch konsequentes Sparen, in dem wir jeden Euro dreimal umdrehen, streichen wir rund eine halbe Million ein. Egal, ob in der Schule, Kindergarten, Sportverein oder Feuerwehr. Das ist alles andere als angenehm auch noch so kleine Investitionen immer wieder zu verschieben. Die Gemeinde hat bereits jetzt, ohne neue Sporthalle, einen Schuldenberg von rund sieben Millionen Euro. Mit Sporthalle überschreiten wir die 10 Millionen.

Der Neubau wird weitreichende Konsequenzen für die Gemeinde Wendeburg haben. Dringend notwendige Investitionen z.B. in der Feuerwehr Bortfeld sind mittelfristig kaum mehr zu realisieren. Die Erhöhung der Grundsteuer und weiterer Abgaben wird nun unumgänglich sein, was die Gemeinde durch höhere Abgabensätze im Wettbewerb zu Nachbargemeinden in Nachteil bringt.

Für die Gruppe SPD und Grüne war es sicher ein schwarzer Dienstag, dass die CDU jedoch ein weiteres Mal ihr Wahlversprechen gebrochen hat ist auch nicht gerade eine Sternstunde. Nach dem Wahlversprechen der CDU sollte die Halle erst nach einer Bürgerbefragung gebaut werden.“

gez. Rosemarie Waldeck für die GRÜNEN im Gemeinderat

gez. Jörg Gasinski für die SPD im Gemeinderat


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