Photovoltaikanlage Sporthalle Bortfeld

Was ist die Motivation für diesen Antrag:
Der Rat der Gemeinde Wendeburg hat sich im Jahr 2011 das politische Ziel gesetzt bis 2030 eine 100 % erneuerbare Energiegemeinde zu werden. Nun ist es an der Zeit, diesen Beschluss weiter fortzuführen. Warum also noch ein Jahr warten? Der Grundsatzbeschluss ist da.

Was heißt dieser Grundsatzbeschluss des Rates:
Mit dem Beschluss 100 % erneuerbare Energiegemeinde zu werden sind für die Grünen nicht nur die gemeindlichen Liegenschaften gemeint, sondern der Energieverbrauch der gesamten Gemeinde. Um dieses Ziel zu erreichen ist es also sinnvoll, alle Dächer der gemeindlichen Liegenschaften, mit vernünftiger Ausrichtung zur Sonne, mit Photovoltaikanlagen zu versehen. Nur dies kann der der richtige Weg zum Ziel sein und sollte ab 2019 Jahr für Jahr in den anderen geeigneten Liegenschaft umgesetzt werden. Für 2018 sollte mit der Sporthalle Bortfeld begonnen werden.

Kosten der Photovoltaikanlage für die Sporthalle Bortfeld:
Bei einer Größe der Photovoltaikanlage von ca, 70 KWp beträgt die Investitionssumme ca. 105.000 €.
Da Photovoltaikanlagen über einen Zeitraum von 20 Jahren abgeschrieben werden beträgt die Abschreibung pro Jahr 5.250 €.
Die Kreditzinsen betragen bei 1 % Zinsen pro Jahr 1050 €. Die Wartungskosten liegen ebenfalls bei ca. 1 % der Investitionssumme, also 1050 €.
Dem gegenüber stehen die Einnahmen für die Einspeisung des Stroms ins öffentliche Netz. Die Einspeisevergütung pro KWh beträgt zur Zeit und wohl auch im nächsten Jahr ca. 0,11 € pro KWh.
Eine Photovoltaikanlage auf der Halle in Bortfeld erzeugt pro Jahr ca. 70.000 KWh. Das ergibt also eine Einnahme von 7.700 € Pro Jahr.
Über den Abschreibungszeitraum liegen die Kosten der Photovoltaikanlage also bei ca. 7.350 € pro Jahr. Die Einnahmen liegen bei 7.700 € pro Jahr. Bei der Photovoltaikanlage handelt es sich also um eine Investition, die dem Steuerzahler keine zusätzlichen Kosten verursacht, sondern die Gemeinde ihrem Grundsatzziel näher bringt.

Warum also warten?
Um den tagesgenaue Verbrauch zu bestimmen und den Eigenverbrauch zu nutzen? Das macht bei dieser Photovoltaikanlage keinen Sinn, da ja in der Halle als Heizung ein Blockheizkraftwerk eingebaut wurde, das sowohl die Heizung unterstüzt als auch einen Teil des Stroms für Halle erzeugt.
Um den Investitionshaushalt zu entlasten? Dies kann ja wohl nicht das Argument sein, bei einer Investition, die sich selbst finanziert.

Aussichten: Da auf dem Parkplatz an der Halle ja auch die Mitarbeiter der Grundschule und des Kindergartens parken, wird es sicherlich in den nächsten Jahren sinnvoll sein, hier Elektroladestationen für Autos und Räder aufzustellen. Dann gäbe es auch einen höheren Eigenverbrauch.

Fazit: In der Braunschweiger Zeitung wurde gestern eine Umfrage veröffentlicht: "Kommunen sollen sich stärker engagieren". Das Ergebnis ist eindeutig und verblüffend.
Die Frage war: " Was sehen Sie als vordringlich zu lösende lokale politische Aufgaben an?" An erster Stelle rangiert mit 77 % die Antwort: "Klima schützen".
Sollte uns das nicht zu denken geben? 

 

gez. Axel Röver, 10.12.2017



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